Archiv·Dossier I
Geschichte
des Tabakanbaus
in der Schweiz.
Vier Kapitel zur fast 460-jährigen Geschichte des Schweizer Tabaks - vom ersten dokumentierten Anbauversuch durch den Zürcher Naturforscher Konrad Gesner im Jahr 1565 bis zu den drei verbliebenen Produktionsbetrieben in Neuenburg, Boncourt und Dagmersellen.


Historische Aufnahmen aus dem Bildarchiv: kolorierte Glasdiapositive von Dr. Leo Wehrli (Zürich) bzw. M. Wehrli-Frey, aufgenommen am 27. August 1942 in den Tabakfeldern bei Aigle im Waadtländer Rhonetal.
Die Schweiz ist kein Tabakland im klassischen Sinn und doch lässt sich der Tabakanbau hier seit dem späten 16. Jahrhundert lückenlos belegen. Bereits 1565 hielt der Zürcher Naturforscher und Universalgelehrte Konrad Gesner in seiner Korrespondenz mit dem Berner Theologen Benedikt Aretius fest, was unzweifelhaft als die erste dokumentierte Anpflanzung von Tabak auf Schweizer Boden gelten kann. Was als Zierpflanze und medizinisches Experiment begann, wuchs in den folgenden 350 Jahren zu einem eigenständigen Wirtschaftszweig mit zeitweise über 6800 Pflanzern und mehr als 170 Tabakfabriken.
Dieses Dossier folgt der Recherche zur „Geschichte des Tabakanbaus in der Schweiz" (Vincent Pellegrini / Staatsarchiv Thurgau, 2015) und stützt sich auf Primärquellen aus dem Staatsarchiv Thurgau, dem Schweizerischen Sozialarchiv sowie auf die Standardwerke von Kradolfer (1927), Haas (1930), Pignat (1981), Steigmeier (2002) und auf den Eintrag „Tabak" im Historischen Lexikon der Schweiz.
Redaktionelle Aufbereitung und Lektorat: Heimat Redaktion. Wissenschaftliche Grundlage: Recherchebericht „Geschichte des Tabakanbaus in der Schweiz" (24.07.2015). Wir behalten die Fussnoten und Quellenangaben des Originalberichts bei und ergänzen sie um Querverweise zu den Editorial-Beiträgen unseres Journals.